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Lebensdauer von Implantaten: Fester Biss für immer?

Ein fester und natürlicher Biss und eine lange Lebensdauer. Diesen Vorteil versprechen Implantate gegenüber anderen Lösungen. Aber wie lange halten sie tatsächlich und welche Faktoren tragen zu einer möglichst langen Nutzungsdauer bei? Der folgende Beitrag bietet Ihnen einen Überblick zu dem zentralen zahnmedizinischen Thema.

So lange können Implantate halten

Statistiken deuten darauf hin, dass nach 10 Jahren zwischen 93 und 98 Prozent der Implantate noch sitzen und einen einwandfreien Dienst leisten. Nach 15 Jahren ist das noch bei 92 Prozent der Fall. Was wir aus Erhebungen wissen: Oft halten die Implantate das gesamte Leben. Ob dies im einzelnen Fall gegeben ist, lässt sich allerdings nicht vorhersagen. Dafür hängt die Lebensdauer von zu vielen Faktoren ab. Wer diese Faktoren kennt, kann die Haltbarkeit der eigenen Zahnimplantate gezielt stärken.

Die richtige Basis für eine dauerhafte Zahnersatzlösung

Die Basis für eine hohe Lebensdauer wird beim Setzen des Implantats gelegt. Wichtig ist an der Stelle zunächst eine gesunde und starke Kieferbasis. Hochwertige Materialqualität und eine Maßanfertigung aus der Zahnmedizin können die Lebensdauer klar steigern. Zudem spielt die einwandfreie Ausführung durch einen erfahrenen Zahnmediziner eine Rolle. Alle diese Dinge garantieren, dass ein hochwertiges Material perfekt am Platz sitzt und den körpereigenen Teil bestmöglich ersetzt. Sie hängen von der Arbeit der Zahntechnik und dem medizinischen Eingriff ab. Nach dem Eingriff wächst der künstliche Ersatz fest in den Kiefer ein. Das ist das Ziel der Behandlungsmethode, die sich vom Begriff „Einpflanzen“ ableitet. Ruhiges Einwachsen ist wichtig für den festen Halt. Sobald dieser gegeben ist, können Sie bei Titanimplantaten und einem gesunden Patienten mit einer Haltbarkeit von 15 Jahren rechnen. Meist haben Sie darüber hinaus noch einen festen Biss. Im Fall von Kronen und Brücken sieht es anders aus. Bei diesen können Sie sich fest darauf einstellen, dass nach zehn bis fünfzehn Jahren ein Austausch notwendig wird.

Gesundheitliche Faktoren beeinflussen die Nutzungsdauer

Auf der anderen Seite kann der körperliche Zustand des Patienten und die Gesundheit die Lebensdauer der Implantatebeeinflussen. Manche Erkrankungen führen dazu, dass die Festigkeit der Knochensubstanz nachlässt. Auch ein geschwächtes Immunsystem kann den Halt beeinflussen und bewirken, dass auf lange Sicht zahnmedizinische Nachbesserungen notwendig werden. Ein deutlicher Risikofaktor ist das Rauchen. Bei Rauchern kommt es häufiger vor, dass im Lebensverlauf viele Zahnprobleme auftauchen oder Implantate nicht lebenslang halten. Was das Problem an der Stelle ist? Rauchen führt nicht nur zu gelben Verfärbungen der Zahnoberfläche. Es zieht die Gesundheit des Zahnfleisches in Mitleidenschaft. Im höheren Lebensalter kann das zu einem schlechteren Halt von Zähnen und von Implantaten führen.

Durch gründliche Pflege steigern Sie die Lebensdauer

Der dritte Schlüsselfaktor für eine lange Lebensdauer der Implantate ist eine gründliche Zahnpflege. Leider kursieren Gerüchte, dass Implantate weniger gut gepflegt werden müssten als natürliche Zähne. Das ist nicht der Fall. Nur weil es sich um ein künstliches und fest verschraubtes Material handelt, ist die Reinigung nicht überflüssig. Sie gewährleistet, dass der gesamte Kiefer des Menschen bis ins Alter gut erhalten bleibt. Und je besser die Kiefersubstanz in der bisherigen Form erhalten bleibt, umso verlässlicher sitzen die Implantate fest an Ort und Stelle. Wenn Sie Ihren Ersatz lebenslang nutzen möchten, sollten Sie neben der persönlichen Zahnreinigung gelegentlich eine professionelle Reinigung beim Zahnarzt in Anspruch nehmen. Achten Sie auf Kontrollbesuche, sodass der Zahnarzt bei Problemen eingreifen kann.

Was Sie noch über Implantate und deren Lebensdauer wissen sollten

Eines sollten Sie noch wissen, falls Sie über Zahnersatz nachdenken und Implantate in Erwägung ziehen: Es gibt einige Erkrankungen, bei denen auf diese langlebige zahnmedizinische Lösung verzichtet werden muss. Zu den bekannten Kontraindikationen gehören starke Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und Diabetes. Beim Behandeln von Patienten, die Tumore hatten und mit einer Chemotherapie behandelt werden, sehen Ärzte von Zahnimplantaten ab. Das langsame Heilen großer Wunden im Kiefer ist bei einem stark geschwächten Immunsystem nicht leicht. Deshalb möchten die Mediziner an der Stelle keine Risiken eingehen.

Falls Sie feste Implantate haben, sollten Sie auf deren Zustand achten. An sich sollten diese fest wie natürliche Zähne sitzen und Ihnen ein Kauen ohne Schmerzen ermöglichen. Wo Implantate spürbar wackeln oder Ihnen Schmerzen bereiten, stimmt etwas nicht. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin beim Zahnarzt und lassen Sie die Stelle prüfen. Wer nach Veränderungen unmittelbar zum Arzt geht, erhält kleine Korrekturen zum richtigen Zeitpunkt. Das kann die Lebensdauer eingesetzter Implantate deutlich erhöhen.