Implantate – Lockerung und Verlust

Jeder Patient, der Zahnimplantate im Gebiss hat, weiß um die besondere Augfmerksamkeit, die dieser Zahnersatz braucht. Eine täglich ausgeführte gründliche Mundhygiene ist unerlässlich, um das Implantat zu pflegen und zu erhalten. Beachtet man dies nicht und wird nachlässig, kann sich im schlimmsten Fall das Implantat lockern. Doch es gibt mehrere Gründe, warum sich ein Zahnimplantat lockern kann. Bakterielle Entzündungen sind ein weiterer „Feind“ von Implantaten. Ebenso wie eine Zahnfleischentzündung kann ein bakterieller Infekt auch eine Lockerung bei Implantaten verursachen. Eine Diabetes gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren, die für eine Lockerung von Zahnomplantaten verantwortlich sein können. Während der Einheilphase eines Implantats kann es zudem zu Knochenschwund in den Kieferknochen kommen.

Zahnfleischbluten ist Hinweis auf drohenden Verlust

Um den Schrecken des Implantatverlustes zu vermeiden, ist es zunächst einmal sehr wichtig, die regelmäßigen Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrzunehmen. Dabei geht der Zahnarzt allen in Frage kommenden Ursachen für eine Lockerung auf die Spur. Zusätzlich wird eine professionelle Zahnreinigung empfohlen, möglichst zweimal pro Jahr. Damit trägt man als Patient und Implantatträger alles zu einem langlebigen Implantat bei und sorgt gleichzeitig für die bestmögliche Früherkennung. Wenn es dennoch Hinweise auf eine mögliche Lockerung gibt, sollte der Patient sofort zum Zahnarzt gehen. Doch leider gibt es Symptome, die man als Laie zunächst gar nicht wahrnimmt. Dazu gehört eine Mukositis, das ist eine Entzündung der Mundschleimhaut. Auch eine Periimplantitis ist zu Anfang kaum zu erkennen. Dabei handelt es sich um eine Parodontitis, die allerdings im Zahnbett eines Implantats auftritt, nicht im Zahnbett eines regulären Zahnes.

Verlust des Implantats trotz aller Vorsicht

Zu den genannten Gefahren für den langfristigen Erhalt eines Zahnimplantats kommt das Zähneknirschen hinzu. Dieses Phänomen gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren. Doch wie kann man als Patient die Gefahr eines drohenden Implantatverlustes erkennen? Ein deutlicher Hinweis ist Zahnfleischbluten, das z.B. beim Zähneputzen auftritt. Das ist während der Einheilphase kein Grund zur Sorge, später dann aber schon. Auch Mundgeruch oder ein schlechter Geschmack im Mund können auf eine Lockerung mit nachfolgendem Verlust hinweisen, ebenso wie eine Schwellung des Kiefers. Bei all diesen Warnzeichen muss unbedingt der Zahnarzt aufgesucht werden. Er allein kann feststellen, wie die auftretenden Symptome einzuordnen sind. Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, ist es schwierig, das Zahnimplantat zu erhalten, doch unmöglich ist es nicht. Erst, wenn der Zahnwurzelersatz so beschädigt ist, dass er rsetzt werden muss, spricht man von Implantatverlust. Dann muss man etwa ein halbes Jahr warten, bis das Implantat ersetzt werden kann.