Implantate und Osteoporose – Auf die Feinheiten kommt es an

Osteoporose ist eine Störung des Knochenstoffwechsels, die dazu führt, dass Knochen anfälliger für Brüche werden. Etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Osteoporose, es gibt jedoch eine hohe Dunkelziffer. Häufig tritt Osteoporose an den Lendenwirbeln, den Oberschenkeln oder an Elle und Speiche auf. Aber auch am Kieferknochen kann es zu Veränderung kommen. Doch auch beim Vorliegen einer Osteoporose kann Ihnen ein versierter Implantologe ein Implantat einsetzen.

Vorbereitung ist alles – das ist zu beachten

Damit das neue Implantat gut einheilen kann, muss es einen sicheren und festen Halt im Kieferknochen haben. Beim Vorliegen einer Osteoporose ist somit der erste Schritt die Messung der Knochendichte des Kieferknochens. So kann der Implantologe einen ersten Eindruck über die Struktur Ihres Kieferknochens erhalten. Nach der Bestimmung der Knochendichte wählt der Implantologe die passende Operationstechnik für die jeweilige Knochenqualität. Diese Beurteilung findet direkt am Kieferknochen statt, da für das sichere Einsetzen des Implantates Faktoren wie der Bohrwiderstand entscheidend sind.

Die Einnahme bestimmter Medikamente zur Behandlung von Osteoporose kann zu einer Verminderung der Durchblutung von Knochen führen. Im Rahmen der Implantologie bedeutet dies, dass sich die Einheilungsdauer des Implantates verlängern kann. Grund hierfür ist die eventuell verminderte Wundheilungsfähigkeit des Knochens. Doch keine Sorge, die Einnahme dieser Medikamente stellt für Sie kein generelles Ausschlusskriterium für ein Implantat dar. Es besteht jedoch der Bedarf einer engmaschigeren Kontrolle.

Ist die Knochensubstanz am Kieferknochen bereits deutlich vermindert, kann das Risiko bestehen, dass ein Implantat in dieser Struktur nicht ausreichend Halt findet. In diesen Fällen kann es ratsam sein, dass bei Ihnen vor dem Einsetzen eines Implantates ein Knochenaufbau stattfindet. So wird eine sichere Basis für das Implantat geschaffen.

Wird die passende Technik verwendet und der Kieferknochen optimal vorbereitet, steht einem Implantat trotz Osteoporose nichts im Wege. Die Anzahl der Komplikationen in Bezug auf die Einheilung oder die Haltbarkeit des Implantates sind bei passender Vorbereitung zwischen an Osteoporose erkrankten Personen und nicht erkrankten Personen ähnlich gering.

So geht es – Zahnimplantat bei Osteoporose

Osteoporose stellt für Sie kein allgemeines Ausschlusskriterium für das Einsetzen eines Implantates dar. Gemeinsam mit Ihrem Implantologen besprechen Sie die notwendigen Schritte und Verhaltensregeln. Durch dieses Vorgehen können der Erfolg in der Implantologie gesteigert und Risiken minimiert werden:

1. Regeln zur Pflege des Mundraumes beachten. Nach Möglichkeit professionelle Zahnreinigung in Anspruch nehmen.
2. Untersuchung der Knochendichte.
3. Wahl der passenden Implantationsmethode.
4. Eingenommene Medikamente beachten z. B. in Bezug auf Durchblutungsstörungen.
5. Nach dem Einsetzen des Implantates Wundheilung regelmäßig kontrollieren.

Kontrolle ist wichtig – Nachsorge beachten

Nach dem Einsetzen des Implantates ist es wichtig, den Einheilungsprozess engmaschig zu kontrollieren. So können eventuell auftretende Probleme sofort erkannt werden und passende Maßnahmen zur Gegensteuerung zum Einsatz kommen. Zur Unterstützung der Wundheilung sollte auf eine gute Mundhygiene geachtet werden, sowohl zu Hause als auch durch die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt. Durch dieses Rundumpaket haben Sie und Ihr Zahnarzt immer alles im Blick. So kann das Implantat sicher einheilen und fühlt sich an wie alle anderen Zähne. Es wird zum festen Bestandteil Ihres Körpers und Sie können lächelnd und mit festem Biss durchs Leben gehen.