Zahnarztpraxis Ottensen
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Implantate als Basis für eine Galvano-Teleskop-Prothese

Wie eine Galvano-Prothese eingesetzt wird, die auf Implantaten sitzt, lässt sich an einem Beispiel aus der Praxis am besten beschreiben. Die Implantate dienen quasi als Grundmauern für den festen Sitz der Prothese. Bei dem Patienten gab es ein großes Problem. In beiden Kiefern litt er an Atrophie. Das bedeutet, es lag ausgeprägter Schwund des Zahnfleisches vor. Ein solcher Befund hat in der Regel zur Folge, dass die Zähne nicht gerade, sondern schräg nach vorne stehen. Selbstverständlich ist eine solche Ästhetik nicht zufriedestellend. Der Zahnarzt hatte hier also die Aufgabe, die Zähne ein Stück vor den Kieferkamm zu stellen, etwa im Abstand einer Lippenbreite. So sollte erreicht werden, dass der Patient mit einer Kombination aus Implantaten und einem Galvano-Teleskop ein optisch einwandfreies Lächeln bekommt.

Galvano-Teleskop-Prothese auf Implantat-Basis – Entstehung

Der erste Schritt für diesen Zahnersatz ist die Versorgung des Unterkiefers mit den Implantaten, falls diese nicht bereits vorhanden sind. Für jeden vorhandenen Zahn, eingeschlossen die Implantate, wird eine fest sitzende Metallhülle hergestellt und auf die Zähne aufgebracht. Danach wird eine abnehmbare Brücke gefertigt, die für die restlichen Zähne sowie für die Implantate jeweils eine passendende Einlassung hat. Auch diese sind mit einer Beschichtung versehen. Bei sämtlichen Arbeitsschritten ist ein Höchstmaß an Genauigkeit gefragt, denn es steht wenig Platz für die Beschichtungen zur Verfügung. Sie müssen einerseits stabil sein, andererseits jedoch auch genug Raum zum gleiten bieten. Die Brücke ist herausnehmbar, und diese Möglichkeit muss der Patient unbedingt nutzen. Ein großer Vorteil der Galvano-Teleskop-Prothese im Gegensatz zu einer üblichen Prothese ist die reduzierte Basis. Dadurch hat die Zunge wesentlich mehr Platz im Mundraum, was sich zum Beispiel positiv auf den Genuss von Speisen und Getränken auswirkt.

Die Galvano-Teleskop-Prothese im täglichen Gebrauch

Ob eine Galvano-Teleskop-Prothese sich nur auf echte Zähne stützt oder auf eine Kombination aus echten Zähnen und Implantaten, macht für den täglichen Gebrauch und die Reinigung keinen Unterschied. Man kann selbst dafür sorgen, dass die Prothese eine möglichst lange Lebensdauer hat. Voraussetzung ist eine genaue Passform. Damit ist gewährleistet, dass die Prothese problemlos rausgenommen und wieder eingesetzt werden kann. Ganz egal, wie häufig das geschieht. Nach jeder Mahlzeit sollte man den Mund und die Brücke kurz durchspülen. Zum Zähne putzen muss man die Prothese herausnehmen, um sie getrennt zu reinigen. Dabei sollte eine milde Waschlotion benutzt werden, keine Zahnpasta, die Zahnstein und Belege entfernen soll. Das hängt mit den unterschiedlichen Materialien zusammen. Über Nacht sollte die Galvano-Teleskop-Prothese grundsätzlich eingesetzt bleiben.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/LMH-VO5D2-8454-1024x682-1.jpg 682 1024 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2020-06-15 10:00:212023-04-25 11:00:16Implantate als Basis für eine Galvano-Teleskop-Prothese

Implantate – Lockerung und Verlust

Jeder Patient, der Zahnimplantate im Gebiss hat, weiß um die besondere Aufmerksamkeit, die dieser Zahnersatz braucht. Eine täglich ausgeführte gründliche Mundhygiene ist unerlässlich, um das Implantat zu pflegen und zu erhalten. Beachtet man dies nicht und wird nachlässig, kann sich im schlimmsten Fall das Implantat lockern. Doch es gibt mehrere Gründe, warum sich ein Zahnimplantat lockern kann. Bakterielle Entzündungen sind ein weiterer „Feind“ von Implantaten. Ebenso wie eine Zahnfleischentzündung kann auch ein bakterieller Infekt eine Lockerung bei Implantaten verursachen. Eine Diabetes gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren, die für eine Lockerung von Zahnimplantaten verantwortlich sein können. Während der Einheilphase eines Implantats kann es zudem zu Knochenschwund in den Kieferknochen kommen.

Zahnfleischbluten ist Hinweis auf drohenden Verlust

Um den Schrecken des Implantatverlustes zu vermeiden, ist es zunächst einmal sehr wichtig, die regelmäßigen Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrzunehmen. Dabei geht der Zahnarzt allen in Frage kommenden Ursachen für eine Lockerung auf die Spur. Zusätzlich wird eine professionelle Zahnreinigung empfohlen, möglichst zweimal pro Jahr. Damit trägt man als Patient und Implantatträger alles zur Langlebigkeit des Implantats bei und sorgt gleichzeitig für die bestmögliche Früherkennung. Wenn es dennoch Hinweise auf eine mögliche Lockerung gibt, sollte der Patient sofort zum Zahnarzt gehen. Doch leider gibt es Symptome, die man als Laie zunächst gar nicht wahrnimmt. Dazu gehört eine Mukositis, das ist eine Entzündung der Mundschleimhaut. Auch eine Periimplantitis ist zu Anfang kaum zu erkennen. Dabei handelt es sich um eine Parodontitis, die allerdings im Zahnbett eines Implantats auftritt, nicht im Zahnbett eines regulären Zahnes.

Verlust des Implantats trotz aller Vorsicht

Zu den genannten Gefahren für den langfristigen Erhalt eines Zahnimplantats kommt das Zähneknirschen hinzu. Dieses Phänomen gehört ebenfalls zu den Risikofaktoren. Doch wie kann man als Patient die Gefahr eines drohenden Implantatverlustes erkennen? Ein deutlicher Hinweis ist Zahnfleischbluten, das z.B. beim Zähneputzen auftritt. Das ist während der Einheilphase kein Grund zur Sorge, später dann aber schon. Auch Mundgeruch oder ein schlechter Geschmack im Mund können auf eine Lockerung mit nachfolgendem Verlust hinweisen, ebenso wie eine Schwellung des Kiefers. Bei all diesen Warnzeichen muss unbedingt der Zahnarzt aufgesucht werden. Er allein kann feststellen, wie die auftretenden Symptome einzuordnen sind. Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, ist es schwierig, das Zahnimplantat zu erhalten, doch unmöglich ist es nicht. Erst, wenn der Zahnwurzelersatz so beschädigt ist, dass er ersetzt werden muss, spricht man von Implantatverlust. Dann muss man etwa ein halbes Jahr warten, bis das Implantat ersetzt werden kann.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/09/dental-3754769_1920.jpg 1280 1920 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2020-03-15 10:00:342023-04-25 11:00:16Implantate – Lockerung und Verlust

Implantat als Zahnersatz – Die wichtigsten Infos

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Implantaten und einem herkömmlichen Zahnersatz. Das Implantat wird nicht auf echtem Zahnmaterial eingesetzt. Es braucht eine künstliche Zahnwurzel, die in den Kieferknochen eingearbeitet wird. Das Prinzip für diesen Vorgang ähnelt dem eines Dübels. Damit wird ein Gegenstand mit der Wand stabil verbunden. Für ein Implantat benutzt der Zahnarzt dagegen eine Schraube oder einen Stift aus Metall. Dieser Teil des Implantats muss unbedingt vom Knochengewebe aufgenommen werden. Innerhalb von einigen Monaten sollte der Kieferknochen das Metallteilchen vollkommen in sich absorbiert haben. Nach den Monaten des Einwachsens sollten die lebenden Knochenzellen die Oberfläche des Zahnimplantatkörpers erreicht haben. Damit ist dann die notwendige Stabilität des Implantats vorhanden.

Ein Implantat hat drei Bestandteile

Außer dem beschriebenen Implantatkörper besteht ein Zahnimplantat aus noch zwei weiteren Bestandteilen. Es handelt sich um das Halsteil und die Krone. Wenn nach dem Einbringen des Stiftes in den Kieferknochen keine Abstoßungssymptome auftreten, ist das Halsteil an der Reihe. Das Halsteil des Zahnimplantats stellt den Punkt dar, an dem das Implantat durch die Mundschleimhaut tritt. Es ist sehr wichtig, dass keine Zwischenräume zwischen Implantat und Schleimhaut entstehen. Aus diesem Grund ist das Halsteil sehr glatt gearbeitet. Die Mundschleimhaut kann sich dadurch eng an das Implantat schmiegen. So wird verhindert, dass sich die Bakterien, die in der Mundhöhle angesiedelt sind, zum Kieferknochen durchkämpfen können. Sie dürfen dazu keine Möglichkeit haben. Infektionen im Kieferknochen um das Implantat herum müssen unbedingt verhindert werden. Ein weiterer Vorteil der glatten Oberfläche ist es, dass die Reinigung und damit die Mundhygiene erleichtert wird.

Die Kopfteile als Verbindung zwischen Implantat und Krone

Am Ende einer Implantat-Behandlung steht das Aufbringen der Kopfteile. Diese haben die Aufgabe, das Zahnimplantat mit der künstlichen Zahnkrone stabil zu verbinden. Die Kopfteile werden zunächst mit dem Implantathals entweder verschraubt oder verklebt. Anschließend bringt der Zahnarzt die Krone auf. Diese wird auf dem Kopfteil fest einzementiert oder auch aufgeschraubt. Die große Mehrzahl der Zahnimplantate wird aus Titan-Verbindungen gefertigt. Es hat sich herausgestellt, dass dieses Metall vom menschlichen Körper in den meisten Fällen sehr gut akzeptiert wird. Allergische Reaktionen oder weitere Abstoßungssymptome wurden kaum beobachtet. Dies gilt für sämtliche Formen der Implantatsysteme – egal ob ein Schrauben-, Wurzel- oder Zylindersystem eingesetzt wird. Die Unterschiede zwischen diesen Systemen liegen im optischen Bereich, aber auch im Bereich der Oberfläche der Implantate. Auch die Verbindung zwischen Zahnersatz und Implantatkörper kann unterschiedlich aussehen. Diese ästhetischen Aspekte spielen besonders dann eine Rolle, wenn es um den frontalen Zahnbereich geht.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/peter-kasprzyk-U1gvhqVQ2kQ-unsplash.jpg 533 800 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2019-12-15 10:00:472023-04-25 11:00:16Implantat als Zahnersatz – Die wichtigsten Infos

Dentalhygiene bei Zahnimplantaten

Es gibt unterschiedliche Formen von Zahnersatz. Die teuerste von allen und auch die hochwertigste sind Zahnimplantate. Damit sich die hohe Investition bezahlt macht und der Patient langfristig mit dem Zahnimplantat zufrieden ist, kommt er nicht umhin, besondere Umsicht und Sorgfalt bei der täglichen Dentalhygiene walten zu lassen. Der wichtigste Punkt dabei: es dürfen keine Entzündungen entstehen. Diese Gefahr besteht vor allem in dem Bereich des umliegenden Gewebes, das das Zahnimplantat umgibt. Diese Übergänge sind besonders gefährdet und bedürfen sorgfältigster Reinigung. Nach dem Motto „Wehret den Anfängen“ kann der Patient durch seine Zahnreinigungsrituale dazu beitragen, dass sich keine Entzündung des Zahnfleisches entwickeln kann, die eine Vorstufe für eine Implantatbett-Entzündung wäre.

Implantatbett-Entzündungen kann man vermeiden

Die größte Gefahr für eine Implantatbett-Entzündung ist der Bereich zwischen Zahnimplantat und Zahnfleisch. Daher ist in diesem Bereich hohe Aufmerksamkeit bei der Dentalhygiene geboten. Grundsätzlich reinigt man Zahnimplantate und ihre Umgebung genauso wie natürliche Zähne. Auch hier gilt, dass elektrische Zahnbürsten wesentlich mehr können als jede normale Zahnbürste. Wichtig ist, dass man unter dem umfangreichen Angebot an Aufsteckbürsten eine nicht zu harte Variante auswählt. So kann man verhindern, dass Schäden an den Zahnhälsen oder an der Zahnsubstanz entstehen. Bei der Reinigung von Implantaten spielen auch Anordnung und Art der Borsten eine wichtige Rolle. Die normalerweise schwer zugänglichen Stellen um das Zahnimplantat sollten erreichbar sein. Zur Schonung von Zahnfleisch und Implantat sollten die einzelnen Borsten oben abgerundet sein, das sorgt für eine sanfte Reinigung. Weiche Borsten bei den Aufsteckbürsten der elektrischen Zahnbürste sind auch ein wichtiger Faktor, wenn man zu Zahnfleischbluten neigt.

Teil der Dentalhygiene: Professionelle Zahnreinigung

Ebenso wie bei den natürlichen Zähnen ist bei Zahnimplantaten die Reinigung der Zahnzwischenräume ein wichtiger Faktor der Dentalhygiene. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, entweder kleine Bürstchen für die Zahnzwischenräume, die man in mehreren Größen erhält. Oder man greift auf Zahnseide zurück. Vor allem die mit Wachs beschichtene Zahnseide lässt sich sanfter durch die Zischenräume führen. Vor allem bei Implantaten sollte man sich für diese schonende Variante entscheiden. Die Dental-Bürsten können nämlich Schäden an den Zahnoberflächen in den Zwischenräumen verurachen, weil der Draht aggressiver ist als der Faden der Zahnseide. Diese Schäden gefährden die Zahngesundheit, auch bei Implantaten. Eigene Zähne sind in jedem Fall besser gegen Erkrankungen gewappnet als Implantate bzw. Zahnersatz allgemein. Darum sollten Patienen mit Implantaten bei ihrem Zahnarzt regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Diese ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Dentalhygiene, sie erleichtert auch die frühzeitige Diagnose von Karies und Parodontitis.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/quang-tri-nguyen-VxVO1zrY5F8-unsplash.jpg 533 800 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2019-09-12 10:00:532023-04-25 11:00:16Dentalhygiene bei Zahnimplantaten

PROSEC: Symposium zu keramischer Implantologie

Zu Beginn des Jahres veranstaltete das Netzwerk PROSEC (Progress in Science and Education with Ceramics) ein Symposium. Ca. 120 zahnmedizinische Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen nahmen daran teil. Neben anderen Themen erwartete man mit besonderem Interesse die Präsentation einer Studie. Diese hatten zwei Universitäten über einen Zeitraum von fünf Jahren parallel durchgeführt. Die Forschungsergebnisse gaben Auskunft über das Gebiet der keramischen, das heißt metallfreien Implantologie. Wissenschaftler der Universitäten in Zürich und Freiburg legten die Auswertung der statistischen Daten vor. Mit knapp unter 100 Prozent wiesen die erprobten keramischen Implantate eine hohe Überlebensrate auf. Darüber hinaus ergab sich eine umfangreiche Stabilität in den Bereichen Knochenniveau und Weichgewebe.

Titan: Allergie ist nicht möglich, Unverträglichkeit dagegen schon

Ein weiteres Diskussionsthema auf dem PROSEC-Symposium war die Reaktion von Patienten auf Titan. Seit langem wird in der zahnmedizinischen Fachwelt kontrovers darüber debattiert. Die Teilnehmer des Symposiums wurden mit einem Vortrag über unterschiedliche Titanunverträglichkeitstests und deren klinische Bedeutung auf den neuesten Stand gebracht. Hyperreaktivität auf den Werkstoff Titan ist durchaus immer wieder festzustellen. Doch eine Allergie auf Titan konnte bisher in keinem Fall nachgewiesen werden. Dies ist kein Widerspruch, denn neben einer Allergie existieren noch andere Formen von Unverträglichkeiten.

Titanunverträglichkeitstests geben Auskunft

Mit einem Unverträglichkeitstest auf den Werkstoff Titan kann festgestellt werden, ob ein Patient auf Titan reagiert und in welchem Ausmaß. So lässt sich im Vorweg einer Implantationstherapie rechtzeitig klären, ob ein rein keramisches Implantat für den betreffenden Patienten anzuraten ist. Der entscheidende Punkt ist eine genetische Veranlagung zu Entzündungen. Das Immunsystem jedes Menschen reagiert individuell auf exakt denselben Reiz, und dies ist bedingt durch die jeweilige genetische Disposition. Der genetische Entzündungsgrad kann zwischen eins und vier liegen. Ergibt der Titanunverträglichkeitstest Grad vier, liegt ein deutlich erhöhter Entzündungsgrad vor, dem bei der Behandlung Rechnung getragen werden kann.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/pexels-daniel-frank-305567.jpg 533 800 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2019-02-27 13:39:512023-04-25 11:00:16PROSEC: Symposium zu keramischer Implantologie

Zahnimplantate: Einsatz, Wundverschluss, Nachbehandlung

Der Einsatz eines Zahnimplantats kann selbstverständlich erst erfolgen, wenn der Zahnarzt den Kiefer komplett betäubt hat und der Patient keinerlei Schmerzen mehr spürt. Dann beginnt der Eingriff, indem der Zahnarzt das Zahnfleisch mit einem kleinen Schnitt öffnet und den Kiefer dort freilegt, wo er das Implantat einsetzen will. Mit Hilfe einer Bohrschablone legt der Zahnarzt dann die exakte Position für das Implantat fest. Diese Schablone wird aufgesetzt, und dann wird der Raum für das Implantat in den Kiefer gebohrt. Dafür setzt man verschieden große Bohrer ein, nach der Größe in aufsteigender Reihenfolge. Der Patient spürt dabei nichts außer dem leichten Vibrieren der Bohrer. Nach dem Bohren werden die künstlichen Zahnwurzeln in den geschaffenen Raum verbracht und eingeschraubt. Zum Abschluss dieses Teils der Behandlung versieht der Zahnarzt alles mit einem Deckel, damit die Einheilung erfolgen kann.

Die Wunde muss perfekt verschlossen sein

Damit bei der Einheilung des Implantats alles ohne Zwischenfälle verläuft, muss der Zahnarzt die Wunde über dem Implantat fest vernähen. Nur dann ist gewährleistet, dass ein Zahnimplantat gut in den Knochen einheilen kann. Erst wenn die Einheilungs-Phase komplett abgeschlossen ist, wird der endgültige Zahnersatz bei dem Patienten eingesetzt. Es gibt hin und wieder auch Fälle, in denen der Zahnarzt sich für eine offene Einheilung des Implantats entscheidet. Dann verläuft die Behandlung etwas anders. Der Zahnarzt setzt in diesem Fall einen Zahnfleischformer auf die Wunde und näht diesen ein. Dieses Teilchen, auch Gingiva-Former genannt, schließt nicht direkt mit dem Zahnfleisch ab und steht ein wenig heraus. Die schützende Abdeckung erfolgt dann mit einem Provisorium, wie man es kennt, bevor man eine Krone oder Brücke erhält.

Was muss der Patient nach der OP beachten?

Damit der Einsatz eines Implantats erfolgreich ist und bleibt, muss auch der empfangende Patient seinen Beitrag leisten und einige Anweisungen seines Zahnarztes beachten. Zunächst wird der Zahnarzt dem Patienten die Kontrolltermine nennen, deren Einhaltung unerlässlich für einen erfolgreichen Heilungsprozess sind. Darüber hinaus werden einige wichtige Empfehlungen benannt, denen der Patient unbedingt folgen sollte. Dazu gehört der Verzicht auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten. Auch körperliche Anstrengungen darf man sich auf keinen Fall zumuten. Damit sich keine Infektion im Mundraum bildet, ist eine ausgeprägte Mundhygiene besonders wichtig. Spülungen mit desinfizierenden Substanzen sollten ein Teil davon sein. In einigen Fällen verschreibt der Zahnarzt sogar als vorbeugende Maßnahme die Einnahme eines Antibiotikums.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/pexels-daniel-frank-305564.jpg 533 800 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2019-01-15 12:00:232023-04-25 11:00:16Zahnimplantate: Einsatz, Wundverschluss, Nachbehandlung

Zahnimplante bei Titanunverträglichkeit

Wenn ein Patient sich für Zahnimplantate als Zahnersatz entscheidet, werden Fremdmaterialien in seinen Kiefer eingesetzt. In der Regel bestehen Zahnimplantate aus Titan. Reines Titan ist so geeignet für Zahnimplantate, weil es gleichzeitig sehr leicht und überaus fest ist. Neben weiteren Faktoren wie zum Beispiel die Qualität der Knochen oder der Mundhygiene hängt der Erfolg einer Zahnimplantation auch von der Titanverträglichkeit ab. Die individuelle Reaktion auf Titan ist ein wichtiger prognostischer Hinweis auf eine langfristig erfolgreiche Implantation mit hohem Titangehalt.

Kann Titan auch unverträglich sein?

Titan unterscheidet sich dadurch von anderen Metallen, dass viel weniger Menschen allergisch darauf reagieren. Ob dies überhaupt der Fall ist, muss im Vorwege der Implantation daher unbedingt geklärt werden. Im Laufe der Zeit können sich von der Oberfläche des Zahnimplantats winzig kleine Partikel lösen, die Titan enthalten und sich im Gewebe ablagern, das das Implantat umgibt. Für die meisten Patienten ist dies nicht weiter problematisch, denn auf das Immunsystem haben diese Partikelchen keinen Einfluss. Wenn jedoch eine Titanunverträglichkeit vorliegt, kann es zu allergischen Reaktionen kommen, die sich sogar zu einer Entzündung entwickeln können. Eine solche Entzündung birgt für den betroffenen Patienten die Gefahr eines Implantatverlustes; daher muss eine solche Titanunverträglichkeit unbedingt rechtzeitig ausgeschlossen werden.

Wie stellt man eine Titanunverträglichkeit fest?

Heutzutage ist es kein Problem, mit Hilfe einer entsprechenden Laboruntersuchung Klarheit zu schaffen. Hierbei wird getestet, wie die Blutzellen auf Partikel von Titanoxid reagieren. Das Ergebnis gibt Aufschluss über die Menge an Zytokinen, so bezeichnet die Zahnmedizin entzündungsfördernde Botenstoffe. Normalerweise ist die Menge an Zytokinen so gering, dass keine Entzündungsgefahr besteht. Ergibt der Test allerdings eine stark erhöhte Menge an Zytokinen, erhöht sich automatisch die Gefahr eines Implantatverlustes. Bei solchen – seltenen – Befunden sollte ein Zahnimplantat aus Keramik verwendet werden oder ein Titanimplantat mit titanfreier Beschichtung.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/pexels-photo-305568.jpeg 1253 1880 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2017-09-26 11:07:072023-04-25 11:00:16Zahnimplante bei Titanunverträglichkeit

Allgemeines zum Thema Zahnimplantate

Ein gesundes und kräftiges Gebiss, das auch noch optisch perfekt ist, wünscht sich jeder Mensch. Über den Schönheitsaspekt hinaus bietet ein solches Gebiss auch die uneingeschränkte Funktion der Zähne, und diese hat Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand. Eine von mehreren Möglichkeiten, eventuelle Zahnlücken im Gebiss zu schließen, sind Zahnimplantate.

Zahnimplantate verhelfen bei Lücken wieder zum perfekten Gebiss

Wenn der Verlust eines oder mehrerer Zähne zu beklagen ist, gibt es über Brücken und Kronen hinaus die Möglichkeit, Zahnimplantate einzusetzen. Diese sorgen dafür, dass im Ober- und/oder Unterkiefer eine natürlich aussehende Reparatur stattfindet, denn Zahnimplantate sehen den natürlichen Zähnen am ähnlichsten. Über die Optik hinaus geht es jedoch vor allem um die Funktion der Zähne.

Zahnimplantate sorgen für volle Funktionsfähigkeit

Zahnlücken wirken sich auf die allgemeine Gesundheit des Patienten aus, denn sie verhindern, dass die Nahrung nicht ausreichend zerkleinert wird. Nur ein kräftiges Gebiss ohne Zahnlücken kann gewährleisten, dass Speisen sorgfältig gekaut und damit zerkleinert werden. Das trägt nicht nur zu höherem Genuss beim Essen bei, sondern auch zur besseren Verdauung. Für die individuell beste Lösung sollte der Patient seinen Zahnarzt konsultieren.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png 0 0 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2017-08-02 10:59:002023-04-25 11:00:16Allgemeines zum Thema Zahnimplantate

Entdeckt als Nebeneffekt: Können sich Zahnlöcher von selbst schließen?

In England haben Wissenschaftler an Mäusen ein Medikament getestet, das es tatsächlich möglich machen soll, dass Löcher im Zahn sich von selbst wieder schließen können. Bisher war dies ohne Zahnfüllung nicht denkbar. Ob Kunststoff, Zement oder in früheren Zeiten Amalgam: all diese Zahnfüllungen haben diese Funktion bisher erfüllt. Das entsprechende Medikament wurde ursprünglich als eventuelles Heilmittel bei Alzheimer getestet, und zwar an Menschen.

Überraschende Erkenntnis während der Testphase

Bei dieser Testphase an Menschen wurde entdeckt, dass das Alzheimer-Medikament Stammzellen in den Zähnen stimuliert und somit die Bildung von Dentin beschleunigt. Damit würde erkrankten Zähnen die Fähigkeit gegeben, sich quasi selbst zu heilen – mit Hilfe des entsprechenden Medikaments. Aufgrund dieser Entdeckung forschte eine Gruppe von Wissenschaftlern daraufhin gezielt daran, wie genau der Prozess aussehen kann, wenn man sich auf die Schließung von Zahnlöchern konzentriert.

So funktioniert die zahnmedizinische Behandlung mit dem Testmedikament

Während der Testphase hat man eine Versuchsreihe mit Mäusen durchgeführt. Winzige Kollagenschwämmchen wurden mit dem Medikament getränkt und in die Zahnlöcher der Mäuse eingesetzt. Die Schwämme bestehen aus biologisch abbaubarem Material. Es zeigte sich, dass sich die Schwämme nach sechs Wochen aufgelöst hatten, und mit ihnen „verschwand“ auch das Medikament. Die Zahnlöcher waren komplett mit Dentin ausgefüllt, d.h. es hatte einen automatischen Verlauf gegeben: sobald ein Zahnloch gefüllt war, löste sich der eingesetzte Schwamm auf. Weitere Versuchsreihen sollen nun zeigen, ob dieses Verfahren auch bei größeren Zähnen funktioniert, der Test wird mit Ratten durchgeführt. Bei Erfolg ist zeitnah ein Versuch mit menschlichen Zähnen vorgesehen.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png 0 0 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2017-07-02 10:48:552023-04-25 11:00:16Entdeckt als Nebeneffekt: Können sich Zahnlöcher von selbst schließen?

Der Umgang mit Zahnimplantaten bei Diabetes

Die Entscheidung für ein Zahnimplantat galt für eine bestimmte Patientengruppe lange Zeit als sehr problematisch: es handelt sich um Patienten, die an Diabetes leiden. Da Diabetes-Patienten häufiger und auch intensiver an Parodontose erkranken, ging man davon aus, dass dies zu massiven Schwierigkeiten bei der Wundheilung und auch beim Einwachsen des Implantats in den Knochen führen würde. Diese und weitere medizinisch bedingte Annahmen waren Anlass für Wissenschaft und Forschung, sich mit dem Thema Zahnimplantate bei Diabetes zu beschäftigen und Leitlinien zu erarbeiten, auf die die Zahnärzte sich beziehen können.

Empfohlene Maßnahmen für den behandelnden Zahnarzt

Wenn ein an Diabetes erkrankter Patient sich für ein Zahnimplantat interessiert, sollte sich der behandelnde Zahnarzt über die genauen Details des Diabetes-Befundes informieren. Sollten sich Hinweise ergeben, die auf eine verzögerte Ossointegration schließen lassen, wird der Zahnarzt besonderes Augenmerk auf die Indikation für eine Belastung in der Phase unmittelbar nach dem Eingriff richten. Eine besonders umfangreiche und zielgerichtete Nachsorge ist bei Diabetes-Patienten nach einem Zahnimplantat unumgänglich. Dazu gehören sowohl die prophylaktische Einnahme eines Antibiotikums als auch die regelmäßige Anwendung von speziellen Mundspülungen.

https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png 0 0 Implantologie Hamburg https://www.implantologie-hamburg-ottensen.de/wp-content/uploads/2019/08/zahnarztpraxis-ottensen-hamburg-logo.png Implantologie Hamburg2017-02-26 16:36:542023-04-25 11:00:16Der Umgang mit Zahnimplantaten bei Diabetes
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